Bill Gates & Co. über Erfolg. Warum Geld & Macht keine Rolle spielen.

Erfolg ist an Macht und Geld geknüpft. Im Idealfall beides. So zumindest das Vorurteil. Lassen Sie uns einmal gemeinsam auf die Lebensphilosophie von Gründern erfolgreicher Unternehmen schauen. Es lassen sich eindeutige Muster feststellen, die andere Faktoren in den Vordergrund des Erfolges stellen.

Mit Steve Jobs, Jeff Bezos, Bill Gates und Co. haben uns viele CEOs erfolgreicher Unternehmen eines gezeigt: Erfolg wird einem nicht geschenkt. Man muss ihn sich verdienen. Ob von der Garage oder dem Uni-Campus aus – das wichtigste Element auf dem Weg zum Erfolg ist Zeit. Neben der notwendigen Ausdauer und Geduld kann man seinem eigenen Glück aber auf die Sprünge helfen. Wir stellen die Tricks der erfolgreichsten CEOs und Gründer vor.

Verstehen Sie Ihr Ziel.

Bevor Sie loslegen, definieren Sie Ihr Ziel. Klarheit darüber, was Sie überhaupt erreichen wollen, ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg – ob im Privaten oder Beruflichen. Je genauer die Definition, desto einfacher wird es sein die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen. Wenn Sie eine Beförderung anstreben, definieren Sie Ihre Rolle und abstrahieren Sie nicht allgemein auf den Begriff Beförderung:

„Ich möchte in sechs Monaten das Marketing Team leiten“.

Diese Formulierung eines Ziels ist klar und Sie erhalten nun einen Maßstab, mit dem Sie Ihren Erfolg verstehen und kontrollieren können. Und jetzt? Starten Sie.

Selbstkritik und Reflexion: Rückschläge als Schlüssel zum Erfolg.

In der Fähigkeit den eigenen Ansatz kritisch zu überprüfen und der Bereitschaft diesen anzupassen sehen viele Manager ein Wundermittel. Versuchen Sie sich nicht auf den Begriff Rückschlag zu fokussieren. Definieren Sie Rückschläge und Fehler als Chancen etwas aus ihnen zu lernen.

Erfolge rufen bei Menschen oft das Gefühl der eigenen Unfehlbarkeit hervor. Richard Branson, Gründer der Virgin Group, sieht im Lernen aus Rückschlägen einen der fünf wichtigsten Fähigkeiten erfolgreicher Gründer.

„Nobody gets everything right the first time. Successful entrepreneurs don’t fear failure, they learn from it and move on“. Richard Branson.

Bill Gates und Paul Allen gründeten vor der Erfolgsstory von Microsoft in den 70er Jahren das Unternehmen Traf-O-Data. Ein paar Jahre später gaben die beiden Gründer das Unternehmen auf. Diesen Rückschlag bezeichnen beide noch heute als wichtigste Lektion für den Aufbau von Microsoft.

Erfolgreich mit Thementagen

Jack Dorsey, CEO von Twitter teilt seine Wochentage bestimmten Themen zu. Diese Idee ist nicht neu, so kennen wir alle den Tag der Arbeit, den Internationalen Frauentag – oder den Tag der offenen Tür. Die wenigsten Menschen nutzen diese Idee jedoch für ihr Arbeitsleben. Dabei scheint das Konzept, zumindest für Dorsey, aufzugehen.

Multitasking ist nachweislich sehr ineffektiv. Das ist mittlerweile allgemein bekannt. Nehmen Sie an, Sie definieren Ihre Woche nach dem folgenden Muster:

Modell 1:         Wer jeden Tag unterschiedliche Themen bearbeitet verliert irgendwann den Fokus. Das bedeutet weniger Produktivität. Es lässt sich kein eindeutiges Muster in Bezug auf Schwerpunkte feststellen.

Modell 2:         Wer nach diesem Modell lebt und täglich tief in ein Thema eintaucht erhöht gleichzeitig auch seine Erfolgschancen und Produktivität. Durch das Ausblenden fremder Themen bleibt spürbar mehr Raum für neue Ideen.

Lesen ebnet den Weg in Richtung Erfolg

Die erfolgreichsten Menschen haben eine weit verbreitete Leidenschaft. Bücher.

Facebook Gründer Mark Zuckerberg beschloss 2015, alle zwei Wochen ein Buch zu lesen. US-Investor Warren Buffet verbringt etwa 80 Prozent seines Tages mit dem Lesen von Zeitschriften und Geschäftsberichten – bis zu 500 Seiten täglich. Auf die Frage, wie er gelernt habe Raketen zu bauen, antwortete Elon Musk: „Ich lese Bücher“.

Studien zeigen, dass erfolgreiche Manager im Durchschnitt ein bis zwei Bücher pro Monat lesen. Dabei zählen nicht nur unterhaltsame Werke, sondern auch (fachfremde) Fachliteratur zur persönlichen Weiterbildung. Wie jedoch schaffe ich es zwischen Arbeit und Privatleben noch Zeit zum Lesen zu finden?

Die sogenannte 5-Stunden Regel hilft. Bereits Benjamin Franklin investierte eine Stunde pro Arbeitstag in bewusstes Lernen. Das Konzept lässt sich am Besten in drei Schritte aufteilen.

Im ersten Schritt genügt es, wenn man täglich mit 20-30 Minuten lesen beginnt und sich langsam hocharbeitet. Der Weg zur oder von der Arbeit nach Hause in öffentlichen Verkehrsmitteln eignet sich hierfür hervorragend.

Im zweiten Schritt gilt es das Gelesene zu reflektieren. Haben Sie ein Buch über modernen Führungsstil gelesen, wenden Sie die Informationen auf Ihr Unternehmen an. Überlegen Sie sich in Bezug auf abgeschlossene Projekte was anhand des neuen Wissen anders hätte laufen können. Reflexion führt zu Verständnis und Verständnis führt dazu, dass wir uns erinnern.

Im letzten Schritt geht es darum Dinge auszuprobieren. Es muss nicht die komplette Unternehmens- oder Lebensphilosophie neu erfunden werden. Der Versuch, kleine Änderungen an täglichen Abläufen vorzunehmen, genügt. Am Ende geht man wieder einen Schritt zurück und reflektiert das Ergebnis. Jack Ma, Gründer von Alibaba, empfiehlt Gelesenes immer in realen Szenarien anzuwenden. Heute gehört er zu den reichsten Menschen der Welt. Elon Musk hat als Kind zwei Bücher pro Tag gelesen – aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen. Heute hat er vier milliardenschwere Unternehmen gegründet: PayPal, SpaceX, Tesla und SolarCity.

Persönliche und professionelle Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Investition von Zeit. Nichtstun ist leicht, aber in einer Welt, die sich dynamisch weiterentwickelt auch riskant.

Schlusswort der wevest Capital

Erfolg folgt keinem Automatismus. Die im Beitrag erwähnten Ansätze und Tricks führen nicht zwangsläufig zum Ziel. Der wichtigste Schritt ist der Anfang und sich seine eigenen Ziele sehr deutlich und konkret bewusst zu werden.

Selbstkritik und die Bereitschaft aus eigenen Fehlern zu lernen sind sehr hilfreiche Begleiter auf dem Weg zum persönlichen Erfolg. Wissen und Gelerntes zu reflektieren und direkt anzuwenden sind entscheidend. Das erfordert Mut. Risiken zu respektieren und zu verstehen ist hierfür essentiell. Gründer wie Bill Gates und Co. sehen im Risiko jedoch keine Gefahr für Misserfolg. Sie sehen Misserfolg als neue Chance.

„Success is not final, failure is not fatal: It is the courage to continue that counts.“ Winston Churchill.

Author: Carlos Link-Arad
Business Development Manager bei wevest Capital. Erfahrener Analyst für Banking und Innovation und begeisterter Privatanleger.

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